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Sollten wir mehr vergeben? Mit dieser Frage haben mich am 6. Juni Schülerinnen und Schüler eines Kurses für praktische Philosophie der Geschwister-Scholl-Gesamtschule im Landtag besucht. Im Unterricht haben die Neuntklässler intensiv über Vergebung in der Gesellschaft gesprochen und ihre Ansichten mit mir diskutiert.

Wichtige Fragen für die Innenpolitik

Einige Schülerinnen stellten in Kurzvorträgen ihre Meinungen vor. So fragte eine Schülerin: „Ist es weniger schlimm jemanden zu bestehlen, der reich ist, als jemanden, der arm ist?“. Ein anderer Schüler fragte nach dem Umgang mit Straftätern, die nicht zurechnungsfähig oder gestört sein. Für mich als Innenpolitiker stellten die Schülerinnen und Schüler wichtige Fragen. Wir leben in keinem Unrechtsstaat und wollen klare Regeln und angemessene Strafen für diejenigen, sich nicht an Recht und Gesetz halten.

Auf die Tat kommt es an

Wer einen Diebstahl begeht, muss bestraft werden – ganz gleich, ob die bestohlene Person wohlhabend ist oder nicht. Die Tat ist das entscheidende und wer eine Straftat begeht, gehört vors Gericht gestellt. Allerdings müssen wir auch darauf schauen, wer was getan hat. Der Arbeitnehmer, der beim Kilometergeld etwas mehr abrechnet, ist anders zu behandeln, als jemand, der Millionen Euro an Steuern hinterzieht.

Härtere Strafen bei Sexualverbrechen

In viele Fällen brauchen wir allerdings ein höheres Strafmaß. Im Innenausschuss beschäftigen wir uns mit den schrecklichen Fällen von Kindesmissbrauch in Lügde. Hier hatten mehrere Männer über Jahre massenhaft Kinder schwer sexuell missbraucht. Bei Sexualstraftaten brauchen wir härtere Strafen, angesichts des schweren Leids, das den Opfern widerfahren ist und sie ein Leben lang begleitet

Den Schülerinnen und Schüler danke ich für ihre spannenden Vorträge und die gute Diskussion!