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In der Zeit vom 23. Januar 2017 bis zum 3. Februar 2017 habe ich ein Praktikum im Landtagsbüro des Abgeordneten Ibrahim Yetim absolviert. Herr Yetim gehört der SPD-Fraktion an und ist Sprecher für die Integrationspolitik sowie stellvertretender Sprecher für die Innenpolitik.

An meinem ersten Tag wurde ich von Kristina Hölscher in der Eingangshalle vom Landtag abgeholt. Sie ist die Mitarbeiterin von Ibrahim Yetim und regelt alles Organisatorische. Sie hat mir die wichtigsten Räume vorgestellt, wie den Fraktionsraum der SPD, den Plenarsaal und die Poststelle. Dort habe ich dann jeden Morgen die Post abgeholt und oben im Büro sortiert.

Das Büro ist in der 5. Etage, die mittlere der drei Etagen, welche die SPD belegt. Es ist kleiner als man es sich vorstellt. Wenn Benedikt Lechtenberg, der zweite Mitarbeiter von Ibrahim Yetim auch im Büro war, wurde es voll, weil nur drei potenzielle Arbeitsplätze im Raum zur Verfügung stehen. Oben im Büro hat Kristina mir dann den Terminplan von Herrn Yetim gezeigt und erläutert. Dabei ist mir aufgefallen, dass ein Tag für einen Abgeordneten ab und an ziemlich lang werden kann. Damit ich vernünftig meine Aufgaben erledigen konnte, wurde mir vorübergehend ein Profil am Computer angelegt und eine E-Mail-Adresse angefertigt.

Nachdem wir alles fertig eingerichtet hatten, bekam ich auch gleich meine erste Aufgabe. Ich sollte die Post abholen und sie sortieren. Die ersten beiden Tage musste mich Kristina noch begleiten, weil es etwas dauert bis man sich im Landtag zurecht findet. Hier gibt es viele verschiedene Wege zu einem Ort, da kann man sich leicht verlaufen. Als ich dann die Post sortiert hatte und dies zusammen mit Kristina besprochen hatte, gingen wir hinunter in die Bibliothek. Dort lagen die Unterlagen geordnet in Stapeln für das Plenum aus, welches in meiner ersten Woche von Mittwoch bis Freitag stattfand. Meine Aufgabe war es nun, die Unterlagen für Herrn Yetim zusammen zu legen und in die Plenarmappen einzusortieren. Vorher hat mir Kristina erklärt, wie die Stapel angeordnet sind.

Die Plenarsitzung durfte ich von der Besuchertribüne aus verfolgen. Um auf die Besuchertribüne zu gelangen, muss man mit dem Fahrstuhl fahren oder einen ‛Schleichweg’ nutzen. Leider konnte ich am Freitag nicht dabei sein, weil ich an dem Tag krank war, doch in den anderen beiden Tagen hatte ich spannende Debatten miterlebt. Die ganze Zeit war ich auch nicht dort, nur zu Themen die interessant oder spannend sind. Im Büro habe ich dann zum Beispiel einen Informationstext über den Otto-Wels-Preis und den dazugehörigen Wettbewerb verfasst oder auch öfter Recherchen im Internet gemacht.

Interessant wurde es auf jeden Fall wenn ich zu Arbeitskreisen mitgenommen wurde. Der Leiter vom Arbeitskreis Innenpolitik hat vorher noch extra betont, dass Praktikanten einer Schweigepflicht unterliegen. Generell konnte ich oft mit Herrn Yetim in Sitzungen gehen und den Themen lauschen, die dort besprochen wurden.

Sehr spannend wurde es für mich am Dienstag, den 31. Januar. Frank-Walter Steinmeier ist in den Landtag gekommen, um sich vorzustellen und die Fragen der Abgeordneten von SPD und Bündnis90/DIE GRÜNEN zu beantworten. Dafür sind die Abgeordneten und einige Mitarbeiter, sowie Praktikanten in dem Plenarsaal zusammen gekommen. Ich hatte die Ehre und durfte auf dem Abgeordnetenplatz von Hannelore Kraft sitzen. Später, nachdem die Vorstellungsrunde beendet war, hat mir Ibrahim Yetim ermöglicht, ein Foto mit dem zukünftigen Bundespräsidenten sowie mit der amtierenden Ministerpräsidentin zu machen.

Am Mittwoch hatte ich die Gelegenheit am Integrationsausschuss teilzunehmen, welcher in der jüdischen Gemeinde in Düsseldorf stattfand. Dort haben sich viele verschiedene Organisationen vorgestellt und erläutert was sie machen, um Menschen in die Gesellschaft zu integrieren. Leider mussten Herr Yetim und ich den Ausschuss vorzeitig verlassen, da wir noch einen Termin in Moers hatten. Die Diskussionsrunde mit Ralf Jäger, welche gut besucht war, startete um 18 Uhr und nach den Abschlussworten von Herrn Yetim, hat Kristina auch noch ein Foto mit dem Innenminister und mir gemacht.

Im Großen und Ganzen fand ich das Praktikum sehr interessant und spannend. Ich hatte jetzt das Glück, meine Praktikumszeit während des bevorstehenden Wahlkampfs zu machen. Dies hat meine Aufgaben und die Zeit sehr vielseitig und spannend gestaltet. Ich habe gemerkt, wie sehr mein Interesse für Politik während dieser Zeit zunehmend gestiegen ist und ich kann ein Praktikum im Landtag nur weiterempfehlen, auch jenen, die sich wenig für Politik interessieren.

An dieser Stelle möchte ich einmal einen herzlichen Dank an Kristina Hölscher ausrichten. Sie war immer sehr nett zu mir und hat mich gut durch mein Praktikum geleitet. Ebenfalls einen herzlichen Dank an Ibrahim Yetim, der mir so vieles ermöglicht hat und mir einen Einblick in die Arbeit eines Landtagsabgeordneten gegeben hat. Er war auch sehr freundlich und hatte auch mal den einen oder anderen Scherz parat. Meine Praktikumszeit war sehr lustig, danke.