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In der Zeit vom 21. November bis zum 16. Dezember war Noah Tenda als Praktikant in unserem Büro. Über seine drei Wochen im Düsseldorfer Landtag berichtet er so:

Meine ersten 2 Praktikumstage fingen zwar damit an das ich krank war, doch in den darauffolgenden Tagen war ich dann endlich startbereit. Der Weg von mir zu Hause bis zum Landtag ist ziemlich weit. Ich musste jeden Tag viele verschiedene Busse, Züge und Straßenbahnen nehmen und zwischen ihnen umsteigen. Das war am Anfang ziemlich schwer und verwirrend, da ich nicht daran gewöhnt bin mit Zügen oder ähnlichem zu fahren. (In meiner Wohngegend fahren nämlich nur Busse.) Doch nach ein paar Tagen hatte ich mich schon an dieses „Pendlerleben“ gewöhnt. In den ersten Tagen beim Landtag lernte ich meinen Chef, Ibrahim Yetim, und seine Assistentin, Kristina Hölscher, kennen. Da mein Chef meistens seiner eigenen Arbeit nachgehen musste, verbrachte ich die meiste Zeit mit seiner Assistentin. Frau Hölscher zeigte mir auch das Landtagsgebäude und die einige der wichtigsten Räume wie den Plenarsaal und den Fraktionssaal. Im Plenarsaal werden in der Regel monatlich an drei Tagen Plenarsitzungen abgehalten, bei denen immer sogenannte „Drucksachen“ besprochen werden. Das sind zum Beispiel Änderungsanträge zu existierenden Gesetzen, Anträge zur Abstimmung über einen bestimmten Antrag oder ob ein weiterer Antrag der heutigen Tagesordnung hinzugefügt wird(Ein Tagesordnungspunkt muss montags um 12:00 eingereicht werden, denn die Plenarsitzung findet mittwochs statt). Und im Fraktionssaal finden interne Dinge einer Fraktion statt, wie z.B. Besprechung der Haltung der Fraktionsmitglieder gegenüber Anträge anderer Parteien, ca. 2mal im Jahr Projektvorstellungen und Abstimmungen über Anträge, die in der Plenarsitzung vorgestellt werden sollen. Ich war bei mehreren Plenar- und Fraktionssitzungen, aber auch bei einem Innenausschuss und einem Untersuchungsausschuss für die NSU-Morde. Als Praktikant bekam ich natürlich keine vertraulichen oder wichtigen Aufgaben, durfte aber im Büro bei einigen Dingen mithelfen. Ich habe beispielsweise Berichte geschrieben, Briefe aussortiert oder frankiert oder während einer Sitzung oder ähnlichem, Notizen für meinen Chef gemacht. Büroarbeit eben. Die meiste Zeit habe ich aber glaube ich in den Sitzungen, die ich vorher aufgezählt habe, verbracht.

Alles in allem kann ich ein Praktikum am Landtag nur empfehlen. Die Mitarbeiter sind freundlich und sowas wie Plenarsitzungen sind sehr interessant mit zu verfolgen. Hier erfährt man auch einiges über die aktuelle politische Situation und kann die meist „hitzigen“ Debatten der Abgeordneten der verschiedenen Fraktionen live miterleben.