post

Ende März durfte ich Bewohnerinnen und Bewohner der Caritas Wohn- und Werkstätten Niederrhein (CWWN) im nordrhein-westfälischen Landtag begrüßen. Die Gruppe erlebte eine spannende Führung durch das Hohe Haus und kam anschließend zur gemeinsamen Diskussionsrunde zusammen.

Wir brauchen ein neues Denken für mehr Teilhabe für Menschen mit Behinderung. Als erstes Bundesland haben wir bereits die UN-Behindertenrechtskonvention umgesetzt und einen Aktionsplan für ein inklusives NRW aufgesetzt. Am wichtigsten ist aber ein Bewusstsein in Wirtschaft und Gesellschaft für ein inklusives NRW, in dem Menschen mit und ohne Behinderung gleichberechtigt am Leben teilhaben können – das konnte ich im Gespräch mit den interessierten Gästen erklären. An diesem Bewusstsein mangelt es oft, wie mir die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verdeutlichten. Insbesondere Menschen mit geistiger Behinderung würden regelmäßig unterschätzt.

Deshalb kommt es darauf an, mehr Menschen mit Behinderung in Arbeit zu bekommen. Ein Schritt in die Richtung sind die Integrationsbetriebe, die inzwischen rund 7.500 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung in NRW geschaffen haben. Allein die Caritas Wohn- und Werkstätten verfügen über rund 150 betriebsintegrierte Arbeitsplätze und sind damit rheinlandweit an der Spitze. Ziel muss es aber sein, Menschen auch in reguläre Arbeitsverhältnisse zu bekommen. Deshalb fördern Land und Bund Unternehmen, die inklusive und barrierefreie Arbeitsplätze schaffen wollen. Auch aus den CWWN werden jährlich etwa fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse außerhalb der Einrichtung vermittelt.

Über den Besuch habe ich mich sehr gefreut. Das Thema Inklusion ist wichtig für ein gleichberechtigtes Miteinander in unserem Land. Das haben auch die Besucherinnen und Besucher deutlich gemacht. Durch unsere gesetzlichen Regelungen sind wir bereits Spitzenreiter unter den Bundesländern. Aber im Alltag müssen wir die Inklusion noch weiter voran bringen.