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Düsseldorf. Im Landeshaushalt sind ab dem kommenden Jahr eine Millionen Euro zusätzlich für die finanzielle Ausstattung von Betreuungsvereinen vorgesehen. Damit soll die Querschnittsarbeit finanziert werden, die unter anderem vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Moers geleistet wird. Diesen hatten die beiden SPD-Landtagsabgeordneten René Schneider und Ibrahim Yetim erst vor kurzem gemeinsam besucht.

„Die Betreuungsvereine leisten wichtige Arbeit für Menschen die Hilfe benötigen, sei es durch Vormundschaft bei Minderjährigen oder als gesetzliche Betreuer für Menschen, die nicht mehr alle Angelegenheiten selbst regeln können“, erklären Yetim und Schneider. Betreuungsvereine beschäftigen Sozialarbeiter und speziell ausgebildete Ehrenamtliche, die von Gerichten als gesetzliche Betreuer bestellt werden. Sie beraten auch hinsichtlich Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen, die im Notfall Rechtsicherheit geben, wer für einen Betreuungsfall zuständig ist. „Wir sind froh, dass Betreuungsvereine nicht nur schwierige Betreuungsfälle übernehmen, sondern auch wichtige Informationsarbeit vor Ort leisten“, so die beiden Abgeordneten.

Nun sei der Bund am Zug. Er ist laut Gesetz dazu verpflichtet, die laufende Arbeit der Betreuungsvereine über die Erstattung von Stundensätzen zu finanzieren. Eine Erhöhung dieser Sätze, so die beiden SPD-Abgeordneten, sei dringend angezeigt.