Ibrahim Yetim hat selbst einen türkisch-kurdischen Migrationshintergrund Der Landtagsabgeordnete für Moers und Neukirchen, Ibrahim Yetim, kritisiert die Forderung des Vorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Erich Rettinghaus, türkische Polizisten zur Unterstützung in Deutschen ‚Problemvierteln‘ heranzuziehen.
„Die Argumentation der DPolG, deutsche Polizisten würden von Migranten nicht akzeptiert, weshalb türkische Polizeibeamte zur Unterstützung herangezogen werden sollten, halte ich für grundlegend falsch“ erklärt der Sozialdemokrat.
„Wer in Deutschland lebt, muss sich auch an deutsche Regeln und Gesetze halten und die deutsche Polizei als Gesetzeshüter akzeptieren. Das gilt auch für Migrantinnen und Migranten“ so Yetim, der selber einen türkisch-kurdischen Migrationshintergrund hat.
„Wichtig ist, dass die deutsche Polizei gut ausgebildet und gut ausgestattet ist und sich vor Ort auch Respekt verschaffen kann. Dabei kann es durchaus Sinn machen, verstärkt junge Polizeianwärter mit Migrationshintergrund einzustellen. Polizisten, die in Deutschland aktiv werden, müssen aber auf die Verfassung vereidigt sein, die Gesetze kennen und Deutsch in Wort und Schrift bestens beherrschen. Auf türkische Polizisten zurückzugreifen, um die inneren Probleme unseres Landes zu lösen, wäre ein fatales Signal. Damit gäbe unser Staat ein Stück Souveränität ab“ ist Ibrahim Yetim überzeugt.