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Auf Einladung des Vereins für spastisch Gelähmte u.-a. Körperbehinderte Moers durfte ich auf der Jahreshauptversammlung zu Gast sein und Jubilare und langjährige Mitglieder ehren.

Der Verein, gegründet 1967 als Verein zur Selbsthilfe, wird sich in diesem Jahr nach 50 Jahren aus Nachwuchsmangel leider auflösen. Dennoch konnte ich den Mitgliedern und Aktiven für fünf Jahrzehnte aktive Hilfe, Rat und Tat danken. Die Gründung des Vereins vor 50 Jahren war ein sehr mutiger Schritt, wie ich finde. Die Gründerin und Gründer haben sich als Pioniere auf dieses Gebiet begeben.

Menschen, die sich um ihre Familienangehörigen kümmern und trotzdem noch die Kraft finden, sich für andere einzusetzen. Dazu zählen:

  • Willi Mühlenhoff, der seit 1987 2. Vorsitzender des Vereins ist. Er organisierte über viele Jahre einen jährlich stattfindenden Vereinsausflug sowie Ferienfreizeiten. Durch dieses ehrenamtliche Engagement konnte den Behinderten eine Teilnahme am öffentlichen Leben gegeben werden.
  • Walter van Geffen, der seit 1974 Kassierer des Vereins und für die Finanzen des Vereins zuständig ist. Gemeinsam mit seiner Frau leistet er eine „Rundumversogung“ für die Tochter, die nicht sprechen kann.
  • Gisela Meißner, die von 1987 bis 1998 zunächst Schriftführerin war und, nach dem Ausscheiden des Vereinsgründers und 1. Vorsitzenden Egon Schürmann, 1998 die Funktion der 1. Vorsitzenden übernahm. Seit 2004 ist sie zudem als Vertreterin des Vereins im Behindertenbeirat der Stadt Moers, wo sie die Schwierigkeiten im Behindertenleben zur Sprache bringt. Frau Meißner organisiert zudem einen „Mütterkreis“ mit verschiedenen Aktivitäten.

Alle zeichnen sich durch ihr jahrzehntelanges Ehrenamt aus, welches sie – trotz der großen Belastung durch körperbehinderte Familienangehörige – ausüben. Sie tragen mit ihrem Engagement dazu bei, dass die Behinderten durch die Aktivitäten des Vereins einen wichtigen Ausgleich zu ihrem Alltag erleben. Auch die pflegenden Angehörigen erfahren eine Entlastung.

Sie sind das, was ein starkes Ehrenamt ausmacht. Sie wirken oft im Hintergrund und wir wissen, dass ohne sie vieles im Miteinander, im täglichen Leben nicht möglich wäre. Sie machen unsere Gesellschaft ein Stück reicher!