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Wie schafft man es trotz schwieriger Startchancen und was braucht erfolgreiche Integration? Diesen Fragen waren die Schülerinnen und Schüler der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule aus Grevenbroich auf der Spur. Der Sowi-Kurs der Stufe 11 besuchte dafür eine Flüchtlingsunterkunft und auch den Düsseldorfer Landtag. Eine spannende Begegnung und auf Begegnung kommt es an!

Wie es dazu kam, dass ich der bin, der ich bin und welche Schlussfolgerungen ziehe ich daraus für die Integration von Geflüchteten heute, wollte die interessierte Gruppe wissen. Mein Lebensweg führte mich über viele Etappen von der Hauptschule zum Studium, vom Bergmechaniker zum Landtagsabgeordneten. Da hatte ich oft mit Vorurteilen zu kämpfen und bekam nicht immer Unterstützung. Aber ich wollte meinen Weg gehen und gute Arbeit leisten, mich einbringen. Darauf kommt es auch heute an.

Für Flüchtlinge heißt das vor allem, die Sprache zu lernen. Denn wer Deutsch sprechen kann, hat es leichter im Alltag und leichter bei der Ausbildung oder Jobsuche. Dafür müssen auch die Rahmenbedingungen stimmen und Förderangebote bestehen, wie wir sie in den letzten Jahren als SPD-geführte Landesregierung angestoßen haben. Allerdings gibt es eine Sache, die noch entscheidender ist: die Begegnung. Denn wer erfolgreiche Integration möchte, muss sich aufeinander zu bewegen – das gilt für beide Seiten.

Integration braucht Wille und Begegnung

Umso mehr freut es mich, dass die Schülerinnen und Schüler selbst die Begegnung gesucht haben. Ihr Weg führte nicht nur in den Landtag, sondern auch in eine Flüchtlingsunterkunft. Dort trafen sie auf zwei unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und sprachen mit ihnen über deren Wünsche und Erfahrungen in Deutschland. Beiden wollen schnell Deutsch lernen, um zu studieren oder um eine Ausbildung zu machen, berichten die Schüler. Die junge Truppe möchte übrigens mit den Geflüchteten in Kontakt bleiben und denkt schon über ein Treffen in den Sommerferien nach.

Die Schülerinnen und Schüler sind also nicht nur wichtigen Fragen auf der Spur, sondern kennen auch schon die ersten Antworten: auf Begegnung und den Willen zur Integration kommt es an. Wenn beide Seiten es wollen, ist schon viel für erfolgreiche Integration getan.